Photovoltaik Anlagenpass

Idee

Eine Photovoltaikanlage ist ein hochwertiges Produkt mit einer langen Lebensdauer von über 30 Jahren - wenn gute Komponenten eingesetzt wurden und Planung und Installation nach den Regeln der Technik erfolgt sind. Doch üblicherweise kann der Laie nur schwer erkennen, welche Qualität die Anlage aufweist.

Hier hilft der Photovoltaik-Anlagenpass. Er ist ein mehrseitiges Formular, das angibt, welche Informationen und Dokumente bei der Übergabe einer Photovoltaikanlage vorliegen und welche Richtlinien in der Planung und Installation der Anlage beachtet werden sollten. Weiter enthält er die Vorlage für ein Protokoll der Abnahmemessung. Dieses belegt, dass die Anlage bei der Übergabe ordentlich funktioniert. Der Handwerker füllt den Pass aus, in dem er die aufgelisteten Punkte abhakt, die Protokolle ausfüllt und die genannten Dokumente beilegt.

Mit dem Pass bestätigt der Handwerker somit für den Laien leicht nachvollziehbar, dass er nach den Regeln der Technik gearbeitet hat und damit ein qualitativ hochwertiges Gesamtprodukt übergibt.

Der Photovoltaik-Anlagenpass schafft Transparenz und damit Sicherheit für Kunde und Handwerker und erlaubt es dem Handwerker darzustellen, dass er fachgerecht gearbeitet hat. Er ist also Dokumentation der Komponenten und der Handwerkerleistung und kein Qualitätszertifikat mit unabhängiger Prüfung. Deshalb können BSW-Solar und ZVEH, die den Pass entwickelt haben, auch keine Garantie für die Anlage übernehmen.

Wer jedoch einen Anlagenpass erhält, in dem der Handwerker die Qualitätszertifikate der Komponenten beigefügt, die Ausführung aller aufgelisteten Arbeiten abgehakt und die Einhaltung der genannten Richtlinien bestätigt hat, kann sicher sein, dass seine Photovoltaikanlage nach den Regeln der Technik realisiert wurde und dass es sich um eine hochwertige Anlage handelt.

Für jede neu installierte Photovoltaikanlage sollte künftig ein Anlagenpass ausgestellt werden - dies sehen auch einige Solarversicherungen so und bieten eine günstigere Versicherungsprämie an, wenn ein Photovoltaik-Anlagenpass vorliegt. Auch bei einigen öffentlichen Ausschreibungen für Solarstromanlagen werden inzwischen erfreulicherweise Anlagenpässe als Bedingung für eine Beauftragung verlangt.