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Solarförderung: Politik stellt die Weichen neu
Die wochenlange Hängepartie bei der Förderung für Solarstrom und Solarwärme ist vorbei - Verbraucher haben nun wieder Planungssicherheit, müssen sich aber auch auf Änderungen einstellen
Foto: Fotolia.deLange hat die Politik diskutiert, nun ist es entschieden: Rückwirkend zum 1. Juli und dann noch einmal am 1. Oktober 2010 werden die Einspeisevergütungen für Solarstrom zusätzlich zur jährlichen Degression abgesenkt. Die Absenkung zum 1.7. beträgt demnach 13 Prozent bei privaten Dachanlagen, zum Oktober werden die Vergütungen dann noch einmal um 3 Prozent verringert. Die Regelungen gelten wie immer für neu installierte Kraftwerke.
Weniger stark wird hingegen die Vergütung für den Direktverbrauch abgeschmolzen, was dazu führt, dass die Nutzung des Solarstroms vor Ort für viele Betreiber interessanter wird. Besonders attraktiv ist der Direktverbrauch dann, wenn der Anteil des selbst genutzten Stroms oberhalb eines Anteils von 30 Prozent an der gesamten Solarstromerzeugung einer Anlage liegt. Oberhalb dieses Schwellwerts beträgt die Vergütung für Kleinanlagen künftig 22,05 Ct/kWh anstelle von 17,67 Ct/kWh (unterhalb des Schwellenwertes). Ein derart hoher Direktverbrauchsanteil wird in den meisten Fällen jedoch nur mit zusätzlichem technischem Aufwand erreicht. Einzelne Hersteller haben deshalb schon angekündigt, solare Systemlösungen mit integriertem Speicherkonzept anbieten zu wollen.